
Ambulantes OP-Zentrum
Allgemeine Informationen
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Seit dem 01.01.2004 sind verschiedene Neuerungen im Gesundheitswesen in Kraft getreten. So dürfen verschiedene Operationen nur noch in Ausnahmefällen stationär erbracht werden. Bei notwendigen Operationen darf der Patient nicht mehr selbst entscheiden, ob eine Operation unter stationären Bedingungen oder ambulant durchgeführt werden soll. Eine Entscheidung für eine stationäre Behandlung ist nur beim Vorliegen schwerwiegender Gesundheitsrisiken oder nichtgesicherter medizinischer Nachsorge nach der ambulanten Operation möglich. Diese Entscheidung muss vor der Operation vom Arzt gemeinsam mit dem Patienten getroffen werden. Eine stationäre Behandlung auf Wunsch des Patienten wird von den Krankenkassen nicht vergütet. Ob eine anstehende Operation oder ein Eingriff ambulant oder stationär erfolgen kann, sollte vor der Anmeldung in der Klinik mit dem Hausarzt abgestimmt werden. Der Patient kann sich dazu aber auch vertrauensvoll an unsere Patientenverwaltung wenden. Im Klinikum Obergöltzsch Rodewisch werden schon seit 1993 sogenannte "Ambulante Operationen" am Krankenhaus durchgeführt. Alle Eingriffe werden unter gleichem Qualitätsstandard wie bei stationären Behandlungen durchgeführt. Im Jahre 2006 wurde eigens für die bessere Durchführung ein Ambulantes OP-Zentrum gegründet.
Sollte sich der Patient für eine ambulante Operation am Krankenhaus entschieden haben, so bedeutet dies für ihn, dass der Eingriff in Narkose oder Regionalanästhesie am Krankenhaus durchgeführt wird und der Patient nach Einhaltung einer mehrstündigen Überwachungsphase nach der Operation wieder nach hause entlassen wird. Natürlich wird zur Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge solcher Eingriffe immer das Klinikum mit allen Fachbereichen zur Verfügung stehen. Dem Patienten stehen damit die gleichen diagnostischen und therapeutischen Abteilungen und medizinischen Fachkräfte wie bei stationären Behandlungen in der Klinik zur Verfügung.
ihr Gesundheitszustand darf nach ärztlicher Beurteilung eine bestimmte Risikoeinstufung nicht erreichen, d.h. Sie dürfen nicht an schweren überwachungspflichtigen Erkrankungen leiden, die Nachsorge im Haushalt nach der Operation durch Angehörige muss abgesichert sein und für den Notfall muss sichergestellt sein, dass Sie eine hilfeleistende Stelle in kurzer Zeit erreichen können (auch telefonisch). Sollte sich der Patient gemeinsam mit seinem Arzt für eine ambulante Operation entschieden haben, so vereinbart er einen Sprechstundentermin für das entsprechende Fachgebiet. Dieser sollte maximal 8 Tage und minimal 24 Stunden vor dem geplanten Eingriff stattfinden.
An dem vereinbarten Sprechstundentermin meldet sich der Patient zunächst in der Patientenverwaltung, wo alle für die Behandlung notwendigen Daten erfasst und die notwendigen Papiere ausgehändigt werden. Mit diesen Unterlagen wird er an die jeweiligen Sprechstunden weitergeleitet. In der präoperativen Sprechstunde erfolgt ein umfassendes Aufklärungsgespräch und eventuell noch notwendige Untersuchungen werden durchgeführt. Die Patienten werden über den Ablauf am Operationstag und das Verhalten nach der Operation aufgeklärt. Zusätzlich erhalten sie ein entsprechendes Merkblatt damit sie sich in Ruhe auch zu hause noch einmal mit dem Thema befassen können. Nach der Sprechstunde des jeweiligen Fachgebietes wird ein Narkosearzt mit dem Patienten alle Fragen der geplanten Narkose besprechen.
Die Operation wird im zentralen Operationstrakt durchgeführt. Nach der Operation wird er für kurze Zeit im sogenannten Aufwachraum betreut und dann zum Ambulanten OP-Zentrum bzw. auf die Station zurückverlegt. Während dieser Zeit der Nachbetreuung werden die ambulanten Patienten ständig medizinisch überwacht. Bei einer abschließenden narkoseärztlichen Visite wird entschieden, wann der Patient die Klinik wieder verlassen darf. Sollte vom Patienten eine Übernachtung in der Klinik gewünscht werden, so ist dies gegen ein geringes Entgelt möglich. Die Entlassung erfolgt dann am Morgen nach dem Operationstag. Eine sofortige Überleitung in eine stationäre Behandlung ist beim Eintreten unvorhergesehener Ereignisse jederzeit möglich. Für ambulante Spiegelungen des Verdauungstraktes sind Termine direkt mit dem Sekretariat der Medizinischen Abteilung zu vereinbaren. Ansprechpartner hier ist Frau Götz. Sie erreichen unser Sekretariat von Montag bis Freitag 07:00 Uhr bis 15:30 Uhr unter der Rufnummer 0 37 44/3 61-31 04. Nach einer ambulanten Operation besteht für den Patienten die Möglichkeit einer Unterstützung durch die Bereitstellung notwendiger Arzneimittel und Verbandmittel für die ersten 3 Tage, einer Verordnung häuslicher Krankenpflege für maximal 3 Tage nach der Operation und einer möglichen Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit bis zu 5 Tagen nach dem ambulanten Eingriff. In Absprache mit dem Haus- oder Facharzt ist auch eine Nachsorge nach einer ambulanten Operation am Klinikum möglich. |